Deutsche Bahn

Vielversprechende Bauprojekte im Rat vorgestellt

Beitrag unserer Gemeinderäte in der Amtsblatt-Rubrik „Kommunalpolitik direkt“ (Ausgabe 13.11.2019)

Umbau der Sparkasse und Seeburger-Erweiterung

Erfreuliche Bauprojekte wurden jüngst dem Gemeinderat präsentiert. Zum einen will die Sparkasse Kraichgau ihre Direktion am Engelsberg ab 2021 modernisieren. Die Planungen begrüßen wir, setzt die Bank damit doch nachhaltig auf den Standort Bretten, auf Barrierefreiheit und energetische Sanierung. Nicht nachvollziehen können wir die teils skurrile Kritik mancher Ratskollegen am künftigen Aussehen des Sparkassengebäudes. Denn zuallererst verdient das Vorhaben unser Wohlwollen, zumal wegen niedriger Zinsen für Filialbanken ebenso schwere Zeiten herrschen wie für Sparer.

Zum anderen stellte die Seeburger AG neue Details zu ihrer Erweiterung vor. Mit vergrößerten Büroflächen samt Parkhaus und einem Hotel legt das Unternehmen den Grundstein für neue Arbeitsplätze vor Ort. Besonders freut uns, dass die neuen Büroräume auch Start-Ups offenstehen sollen. In Summe wird die Firma Seeburger mit diesen Plänen deutlich zur Aufwertung des Wirtschaftsstandorts Bretten beitragen.

Die FDP-Gemeinderäte Jan Elskamp (l.) und Ingo Jäger bemühen sich um eine Aufwertung des Brettener Bahnhofs (Foto: IRe).

Bahnhof

Kaum Fortschritte verzeichnete zuletzt der Verkauf der Bahnhofsimmobilie an die Stadt. Obwohl Teile des Gebäudes leerstehen, Fahrgäste bis auf den kleinen DB-Schalter keine Angebote mehr vorfinden und die Wartehalle geschlossen bleibt, macht der Bahnkonzern wenig Anstalten, bald in Verhandlungen mit der Stadtverwaltung einzutreten. Daher hat sich Christian Jung MdB in Abstimmung mit der FDP Bretten an den DB-Bevollmächtigten für Baden-Württemberg, Thorsten Krenz, gewandt. Während Krenz zusicherte, sich der Sache persönlich anzunehmen, fordern wir kurzfristig die Öffnung der alten Schalterhalle. Die kalte Jahreszeit steht bevor und Reisende sollen abseits von Wind und Schnee auf ihre Züge warten können. Als FDP kämpfen wir weiter für eine Neubelebung des Bahnhofs.

Freie Demokraten unternehmen neuen Anlauf für Bahnhof Bretten

Christian Jung MdB schreibt eindringlichen Appell an DB-Konzern

Bretten (KBr). “Der Bahnhof in Bretten lässt inzwischen jeglichen Komfort für Pendlerinnen und Pendler vermissen”, wird Christian Jung in einem aktuellen Brief an die Deutsche Bahn AG deutlich. Der FDP-Bundestagsabgeordnete hat sich Ende Oktober an den Bevollmächtigten des DB-Konzerns für Baden-Württemberg, Thorsten Krenz, gewandt. “Obwohl die Stadt Bretten das Bahnhofsgebäude erwerben und wiederbeleben möchte, kommen die Kaufverhandlungen seit Monaten nicht in Gang. Leidtragende sind die Fahrgäste, die weder Angebote wie eine Bäckerei am Brettener Zugknotenpunkt vorfinden noch die große Wartehalle nutzen dürfen”, erläutert Jung den Hintergrund seines neuerlichen Vorstoßes. “Dabei steht die kalte Jahreszeit bevor und viele Reisende wären froh, wenn ihnen zumindest eine beheizte Schalterhalle offenstünde.”

Die Liste der Mängel am Bahnhof Bretten sei lang und erfordere nun schnelles und konkretes Handeln vonseiten des DB-Konzerns. “Neben der Veräußerung des Gebäudes zählt Barrierefreiheit zu den drängenden Herausforderungen. Nach wie vor bilden Unterführung und Bahnsteige für körperlich eingeschränkte Menschen kaum zu überwindende Hürden. Das können wir nicht länger hinnehmen”, kritisiert Jung. Ferner lasse sich der Durchgangsbereich zu den Gleisen bestimmt gründlicher reinigen, um insbesondere unangenehme Gerüche zu unterbinden. “Ebenso tut eine bessere Beleuchtung der Unterführung not, damit sich Passanten in den Abend- und Nachtstunden sicherer fühlen”, so der FDP-Politiker.

Macht sich für Fortschritte bei der Wiederbelebung des Bahnhofs Bretten stark: Der Bundestagsabgeordnete für Karlsruhe-Land, Dr. Christian Jung (Bild: TJ).

Was den Verkauf des Gebäudes betreffe, liege der Stadt seit Sommer eine vage Rückmeldung der Deutschen Bahn AG vor, berichtet Jung. “Demnach beabsichtigt der Eigentümer, die DB Station & Service AG, innerhalb der nächsten zwei Jahre eine ‘Verwertung’ der Immobilie, sofern die Ergebnisse der ‘vertieften Untersuchungen’ dies erlauben. Der Liberale fordert daher von Krenz: “Ich bitte Sie nachdrücklich, diesen Prozess der Prüfung zügig voranzutreiben. Da sich die Deutsche Bahn offenbar nicht zu einer Aufwertung der Immobilie im Stande sieht, sollte sie schleunigst der Stadt Bretten Gelegenheit einräumen, die desolate Situation vor Ort zu verbessern.”

Leerstand: Die ungenutzte Schalterhalle am Brettener Bahnhof (Bild: IRe, FDP).

Einstweilen sei die Öffnung der Empfangshalle ein Muss: “Längst stehen Herbst und Winter ins Haus und Reisenden am Bahnhof Bretten ist es weiterhin nicht möglich, abseits von Schnee, Eis und Wind auf ihre Züge zu warten. Die große Schalterhalle steht zwar leer, bleibt allerdings geschlossen.” Jung schreibt daher an Krenz: “Sorgen Sie in Absprache mit der Stadt Bretten dafür, dass die Wartehalle in den kommenden Monaten für Bahnkunden offensteht.” Der Konzernbevollmächtigte versichert in einer ersten Antwort, den Sachverhalten persönlich nachzugehen und sich zeitnah mit allen Beteiligten in Verbindung zu setzen.

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